Kursdetails
Kursdetails

ZS1110-241 Das Erbe der Dissidenten und der DDR-Opposition

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 markierte symbolisch das Ende des Kalten Krieges und kündigte die Transformation des internationalen Systems an, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs Bestand gehabt hatte. Er war eindeutig eine Zäsur, der Abschluss des „kurzen 20. Jahrhunderts“ (1914 – 1989), das von zwei Weltkriegen und zwei totalitären Systemen geprägt war, die in Europa ihren Ursprung hatten. Als friedlicher Übergang zur Demokratie und „Rückkehr nach Europa“ verzeichneten die Ereignisse im Jahr 1989 internationale Resonanz, und die ostmitteleuropäischen Emanzipationsbewegungen und ihre Protagonisten wurden allerorts bewundert.

Jener Machttransfer wurde bewirkt durch Verhandlungen zwischen den Dissidentenbewegungen und den gemäßigten Eliten des alten Regimes, auch als „Friedliche Revolution“ oder „Samtene Revolution“ bezeichnet, eine Kombination von reformerischen, nicht gewalttätigen Mitteln und revolutionären Zielen. Im Rückblick kann diese Veränderung des revolutionären Paradigmas in der Tat als originäres Vermächtnis von 1989 gelten: die Möglichkeit des Triumphes eines gewaltlosen zivilen Ungehorsams über Diktaturen, die sich durch Repressionen und eine Besatzungsarmee zu schützen suchten.

Deshalb ist es gut 30 Jahre nach den „Friedlichen Revolutionen“ in den ostmitteleuropäischen Staaten an der Zeit, nicht nur der damaligen epochalen Ereignisse zu gedenken, sondern kritisch danach zu fragen, worin das geistige und politische Erbe der Dissidenten bestand und ob es für gegenwärtige Probleme eine fruchtbare und wegweisende Wirkung zu entfalten vermochte.

Kursort

R. 209

ist barrierefrei

Adresse: Karl-Marx-Str. 15
29410 Salzwedel


Termine zum diesen Kurs
Datum Uhrzeit Ort
Datum:
12.03.2024
Uhrzeit:
18:30 - 20:00 Uhr
Wo:
Karl-Marx-Str. 15, Raum 209